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Medienkompetenz

Tagtäglich werden wir mit einer Flut von Informationen konfrontiert: Radio, Fernsehen, Internet, Emails… Mediale Aussagen richtig einschätzen und schnell relevante Angaben herausfiltern zu können ist in jedem Fall von Vorteil und sollte so früh wie möglich erlernt werden. So ist die Vermittlung von Medienkompetenz auch Aufgabe der Schule.

Es geht darum, den sinnvollen Umgang mit dem Medienangebot zu lernen und bewusst erzeugte Einflüsse zu erkennen und einzuordnen. Denn selbst wenn Reporter um größtmögliche Objektivität bemüht sind,  transportiert die Art der Berichterstattung Werte und Verhaltensorientierungen. Den Schülern sollen außerdem die Bedingungen von Medienproduktion und Medienverbreitung bewusst gemacht werden. Sie sollen sich damit auseinandersetzen, warum sich etwa Nachrichten von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern in Darstellung und Informationsgehalt unterscheiden und welche Motive dahinter stehen. Aber auch die Fähigkeit eigene Beiträge, in Form von Zeitungsartikeln, Hör- oder Videobeiträgen, zu erstellen gehört zum qualifizierten Umgang mit Medien dazu und vertieft zudem das Verständnis für die Möglichkeiten der Medienproduktion.

Zeitung lesen macht klug

Schüler, die regelmäßig Zeitung lesen, sind nicht nur besser über aktuelle Ereignisse informiert und verfügen über eine höhere Lesekompetenz als Gleichaltrige, sondern sind auch in Mathematik und in naturwissenschaftlichen Fächern besser. Das zumindest verdeutlicht eine Untersuchung, die im Rahmen der Pisa- Studie durchgeführt wurde.

Eltern können also ihrem Kind auf einfache Art und Weise einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Zeitungslektüre fördert selektives Lesen und regt zu kritischem Denken an, denn im Gegensatz zu Darstellungen aus Internet und Privatfernsehen handelt es sich hierbei um gesichertes, gut recherchiertes Wissen. Diese Fähigkeiten sind unerlässlich, um die ständig wachsende Informationsflut, mit der jeder konfrontiert wird, gewinnbringend zu bewältigen.

Zeitung lesen fördern- Tipps für Eltern

Natürlich hat nicht jeder Haushalt eine Tageszeitung abonniert, womit regelmäßiges Zeitungslesen auch für die Eltern ungewohnt ist.
Doch auf Dauer werden Eltern und Kinder sicher Spaß an dieser gemeinsamen Aktivität haben. So macht für den Anfang vielleicht ein Wochenendabo Sinn, dass von vielen Tageszeitungen angeboten wird.

Damit die Zeitungslektüre zur Gewohnheit wird, ist es von Vorteil, sie in den Alltag zeitlich und räumlich zu integrieren. Regelmäßiges Zeitungslesen in gemütlicher Atmosphäre, mit der Möglichkeit über Neuigkeiten zu diskutieren, weckt nicht nur das Interesse, sondern unterstützt auch die Argumentationsfähigkeit ihres Kindes.

Es ist wichtig, dass die Zeitungslektüre auch Spaß macht, sonst verlieren die Kids schnell das Interesse daran. Es genügt für den Anfang völlig, wenige kürzere Artikel zu lesen, um sie nicht zu überfordern. Am besten wählt man Themen aus, die das Kind interessieren (Hobbies, Sport, Tiere o.ä.) oder zu denen es einen Bezug hat, wie etwa Ereignisse in der nächsten Umgebung.

Geben sie ihrem Kind Anreize Reportagen und Kommentare kritisch zu hinterfragen. Es ist wichtig, den Unterschied von subjektiver und objektiver Darstellung zu erkennen.