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Das Modellprojekt Digitale Schule 2020

Für das Modellprojekt hat der Träger, die Stiftung Bildungspakt Bayern, landesweit nur jeweils zwei Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien ausgewählt. Darunter ist die Mittelschule Neunburg v. W. als einzige in der Oberpfalz und des Schulamtsbezirks Schwandorf. Das Projekt ist auf 4 Jahre angelegt und begann im Schuljahr 2016/17 mit dem Vorbereitungsjahr und endet demnach im Jahre 2020.

An Schulen, die bereits über breite Erfahrungen mit digitalen Medien verfügen und sich durch Innovationsbereitschaft auszeichnen, soll modellhaft gezeigt werden, wie der Mehrwert dieser Medien für die Unterrichts- Organisations- und Personalentwicklung genutzt werden kann. Bereits 2010/11 wurde die Mittelschule Neunburg v. W. Referenzschule für Medienbildung und die Voraussetzungen für digitales Arbeiten geschaffen. Die gewinnbringende Integration digitaler Medien in Schulen stellt einen komplexen Innovationsprozess dar, für den es bisher keine „schlüsselfertigen“ Lösungen gibt. Ausgehend von den bisherigen Ansätzen sollen nun übertragbare Konzepte digital-gestützten Lernens und Arbeitens in unserer Schule entwickelt und erprobt werden. Dadurch soll ein effektiver Impuls für andere Schulen ausgelöst werden und eine gewisse Modellwirkung entstehen.

Der kompetente Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien stellt heute neben Lesen, Rechnen und Schreiben eine 4. Kulturtechnik dar. Die „Digitale Schule 2020“ soll die Medien-kompetenz der Schülerinnen und Schüler umfassend fördern und soll zeigen, wie sich digitale Lehr- und Lernprozesse in der Schule systematisch und ganzheitlich verankern lassen. Säulen des digitalen Lernens sind dabei die technische Infrastruktur genauso, wie Lerninhalte und Lehrerfortbildung. Dank des großzügigen Sachaufwandsträger, dem Schulverband Neunburg v. W., besitzt die Mittelschule Neunburg bereits eine hervorragende technische Ausstattung, die ständig bedarfsorientiert erweitert und ausgebaut wird. Ebenso ist das gesamte Lehrpersonal hochmotiviert und engagiert im Umgang mit den neuen Medien, egal, ob i-pads, Tablets, Laptops oder Whiteboards. Im neuen Lehrplan Plus steht vor allem die Kompetenzorientierung im Vordergrund, so dass es hier sehr viele Bereiche für die Einbeziehung digitaler Medien gibt. Ziel ist es in allen Jahrgangsstufen und in allen Fächern digitale Lehr- und Lernprozesse zu integrieren. Jedoch ist es unsbesonders wichtig, dass digitale Medien nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden, sondern dass bei allen Arbeiten für die Schüler ein Mehrwert entsteht. Der didaktische Ort für den jeweiligen Einsatz eines Mediums im Unterricht ist dabei besonders wichtig. Nach wie vor haben Bücher, Arbeitsblätter, Tafel und Kreide ihre Berechtigung.

Ebenso sollen Umsetzungsmöglichkeiten einer digital-gestützten Aufgaben- und Prüfungskultur ausgelotet werden. Auch in der Organisation von Prozessen, z. B. in der Verwaltung, muss eine umfassende Nutzung der Digitalisierung erfolgen. So können mit einem geeigneten Schulportal zum Beispiel die Absenten-Verwaltung digitalisiert oder auch die gesamten Noten aller Schüler digital erfasst und verfügbar gemacht werden. Auch eine Kommunikationsplattform mit den Eltern ist auf dieser Ebene denkbar und möglich.

Mit der „Digitalen Schule 2020“ können wir der rasanten gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen: fast in allen Bereichen des täglichen Lebens hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen daher lernen sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Sie müssen die Gefahren und den Nutzen digitaler Medien kennen und verstehen und diese kompetent einzusetzen wissen.