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Flossenbürg

Am 5. Juni 2019 unternahmen die achten Klassen der Mittelschule Neunburg vorm Wald eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Begleitet wurden sie dabei von den Lehrkräften Frau Heindl, Herrn Brückl und dem Sozialpädagogen Herrn Mauritz.

Grundlage des Besuchs war der vorangegangene Geschichtsunterricht, der die Zeit des Nationalsozialismus intensiv beleuchtete.

Den drei Klassen wurde jeweils ein Rundgangsleiter zur Seite gestellt, der die Gruppe in einer zweistündigen Besichtigung durch das ehemalige Konzentrationslager führte.

Bereits im Jahre 1938, ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, wurde das Konzentrationslager von den Nazis errichtet, im Jahre 1945 von der US-Armee befreit. Zwischen diesen Zeiten hatte das KZ insgesamt über 100.000 Menschen inhaftiert, wovon mindestens 30.000 Menschen einen qualvollen Tod fanden.

Auch Neunburg vorm Wald spielt in dieser Episode eine Rolle, da 1945 jener letzte Todesmarsch vor der Befreiung durch die Amerikaner durch die Stadt führte und viele weitere Opfer forderte.

Eindringlich schilderten die Museumspädagogen die Geschichte vieler Individuen, die aufgrund ihrer Nationalität, Einstellungen, Glaubensrichtungen oder sexuellen Neigungen im Lager ihren Namen verloren und letztlich zur „Nummer“ degradiert wurden.

Schon der Beginn der Exkursion schilderte eindringlich einen Teil der Geschichte: Die Schüler überquerten den ehemaligen Appellplatz, auf dem die Häftlinge stundenlang strammstehen mussten. Weiter ging es in den Waschraum als Ort des Leidens. Im oberen Teil des Gebäudes bekam man auch Einsicht in den Alltag der Inhaftierten, das harte Leben im Lager, die schwere Arbeit im Steinbruch und die Außenlager des KZ Flossenbürg.

Abertausende überlebten das Martyrium von harter Arbeit, Hitze und Kälte in einfachen Baracken und Hunger nicht.

Betroffen von den Unmenschlichkeiten dieser Zeit traten die Klassen nach dem zweistündigen Aufenthalt die Heimreise an.

Ein besonderer Dank gilt den Dozenten vor Ort, die die Rundgänge schülernah und kompetent durchführten.

Als wertvoller Tipp für Interessierte: Der Besuch der Gedenkstätte, dessen Eintritt übrigens kostenlos ist, bietet in einem vielfältigen Angebot einen eindringlichen Blick in einen Teil der Geschichte, der für die nachfolgende Generation, also uns, in Erinnerung bewahrt werden sollte.