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Talente finden und fördern

Die Mittelschule Neunburg vorm Wald nimmt am Schulversuch TAFF teil.

 

https://bildungspakt-bayern.de/taff-talente-finden-und-foerdern-an-der-mittelschule

 TAFF – Talente finden und fördern ist ein Schulversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern speziell für Mittelschulen. Er läuft vier Jahre, beginnend mit dem Schuljahr 2015/2016. Die Zielgruppe sind die Jahrgangsstufen 6 bis 9.
Exklusivpartner des Schulversuchs ist die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Zielsetzungen:

* Unterstützung positiver Bildungsbiographien durch Konzentration auf die Stärken der Schüler („Stark für den Beruf, stark im Wissen, stark als Person“)

* Sensibilisierung der Lehrkräfte für das Entdecken von Talenten, Entwicklung bzw. Einbeziehung geeigneter Verfahren

* Entwicklung und Erprobung eines differenzierten Angebots zur Förderung von Begabungen und Talenten (z. B. Robotik, Zeichen-AG, Nachmittag im Handwerksbetrieb,…), dabei insbesondere Angebote mit Bezug zur Berufsorientierung und zur Arbeitswelt

* Systematische Einbeziehung der Ganztagsangebote in die Talentförderung

* Profilbildung von Mittelschulen im Schulverbund bzw. von großen eigenständigen Einzelschulen

 Schwerpunkte:

* Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Identifikation von Talenten

* Entwicklung und Erprobung von Organisationsformen und Konzepten der    

* Talentförderung im Halb- als auch im Ganztag, die möglichst allen Schülern im Verbund offen stehen

* Entwicklung und Erprobung von Fördermodellen im Ganztag

* Entwicklung von Lösungen zu Fragen der Schul- und Unterrichtsorganisation im Verbund (z. B. bei Angebotsprofilen)

 Schulversuch:

Im Rahmen des Schulversuchs „TAFF- Talente finden und fördern“ haben wir in verschiedenen Workshops im Ganztag Gruppen entsprechend der Wünsche, Fähigkeiten und Talente unserer Schüler gebildet. Sie hatten in selbstkonzipierten Abfragen die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Diese Abfragen wurden entsprechend ausgewertet.

In den Gruppen sind Schüler aus verschiedenen Jahrgangstufen und die Gruppen sind geschlechtergemischt.

Im Regelunterricht hatten die Lehrkräfte durch ihre Beobachtungen einen Blick auf die talentierten Schüler.

Für die jeweiligen Gruppen erstellten wir selbst (in Rücksprache mit der UNI Nürnberg-Erlangen) Beobachtungsbögen, die wir schulintern verwendeten und auch der UNI zur Verfügung stellten. Mit diesen Beobachtungsbögen erheben wir die Stärken der Schüler anhand eigener Einschätzung der Schüler und nach Beobachtung der Lehrkraft/des Workshopleiters.

Die Workshop- bzw. Klassenleiter mussten zusätzlich in Bezug auf ihre Arbeit Evaluationsbögen ausfüllen, die an die UNI geschickt wurden. Ebenso gab es zweimal jährlich online-Befragungen für die Schüler.

Nach dem ersten Jahr erstellten wir einen ausführlichen Bericht für den Leistungsbericht der Stiftung Bildungspakt. Ein Schulbesuch der Stiftung Bildungspakt mit Besuch der Workshops wurde ebenfalls an unserer Schule geplant und durchgeführt.

Im vergangenen Jahr kamen die Mitarbeiter der UNI zweimal an unsere Schule, um den Regelunterricht in Deutsch 5 und Deutsch/soziales Lernen Ü-Klasse hinsichtlich der Talentförderung zu beobachten, mit Schülern und Lehrkräften zu sprechen.

Ebenso ab es Telefonbesprechungen und Feedbackgespräche mit den Workshopleitern.

Zu Schuljahresende erfolgt immer eine Evaluation der erfolgten Maßnahmen und die Projektplanungen für das kommende Schuljahr müssen erfolgen und schriftlich eingereicht werden.

Bayernweit gab es jährlich mehrere Tagungen der Schulleiter mit den Projektleitern bzw. nur der Projektleiter.

Im Rahmen des Schulversuchs haben wir verschiedene Angebote, Workshops, Fächer ausprobiert, die sich teils an den Wünschen der Kinder, teils nach den Vorstellungen der Kollegen ergaben.

Besonders bei den Workshops wurden die örtlichen Vereine, aber auch Eltern als Experten einbezogen.

Unser Bestreben ist, Möglichkeiten zu erarbeiten, die eine gezielte IST-Stand -Analyse ermöglichen und daraus resultierende gezielte Formen des Findens und Förderns bestimmter Fähigkeiten und Talente zu ermöglichen.

Ebenso sollen die Kinder ermutigt werden, ihre eigenen speziellen individuellen Fähigkeiten einzubringen, um durch das Feedback der anderen gestärkt zu werden und damit die Mitschüler davon partizipieren können. Dadurch, dass die Schüler sich gegenseitig motivieren, können sie selbst ein individuell höheres Niveau erreichen bzw. anstreben. Durch die zusätzliche Förderung ihrer Stärken kann dies unterstützt werden.

Das Besondere am pädagogischen Ansatz, den TAFF verfolgt, ist das Umdenken auf die Stärken der Schüler zu achten, diese wahrzunehmen, zu erheben, darauf zu schauen, was die Kinder können - also ihre Stärken im Blick zu haben.

Das Feedback von Eltern und Vereinen, das auch immer wieder abgefragt wird, zeigt auf, dass ein Lernzuwachs deutlich spürbar ist.

Die Motivation bei den Schülern ist sehr hoch, denn es ist eine Besonderheit, dabei sein zu dürfen und sie bekommen rückgemeldet, dass viele sich auch wünschen würden, dabei sein zu können.

Für das kommende Schuljahr sind für TAFF voraussichtlich folgende Maßen vorgesehen:

 

Jahn Regensburg Talentschule – AG im Ganztag

Film Workshop – AG im Ganztag

Schüler als Forscher – PCB im Regelunterricht

Ü-Klasse – DAZ im Regelunterricht

Klasse 8b - digital Deutsch im Regelunterricht

Klasse 6b – Mathe digital im Regelunterricht

Graffiti – AG im Ganztag

Als Idee aus den Reihen der Schüler kam im Rahmen der SMV Sitzung einen Talenttag/Ehrenamtstag an unserer Schule durchzuführen, bei dem die Schüler ihre Stärken zeigen und ihre Interessen und Fähigkeiten präsentieren können. Hierzu wurde ein Fragebogen entworfen und von allen Schülern unserer Schule ausgefüllt. Beim SMV Seminar wurden diese Fragebögen ausgewertet.

Ebenso gibt es die Idee eines Schulradios; hierzu gab es bereits einen Probelauf. Nach entsprechender Reflexiion werden die Schüler der AG Schulradio ihre Ideen in neuen Sendungen umsetzen.